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08.02.2013

Gut sichtbar und trotzdem dezent


Ein historisches Fachwerk-Rathaus, eine spätgotische Kirche oder die berühmte Einhards-Basilika – Obwohl Michelstadt im Odenwald mit rund 17.000 Einwohnern eine eher kleine Stadt ist, hat sie eine Menge zu bieten. Umso größer war die Herausforderung für Bürgermeister Stephan Kelbert und Kulturamtsleiter Heinz Seitz, als es um die Einführung eines neuen Wegeleitsystems ging. Schließlich sollten Gäste und Besucher schnell zu den Sehenswürdigkeiten finden, ohne dass die Hinweisschilder die Atmosphäre des historischen Zentrums stören. Im Januar 2013 war es so weit: In Zusammenarbeit mit der Götsch GmbH wurde das neue Stadtleit- und Informationssystem in Michelstadt installiert.

Das Design der Wegweiser fügt sich nicht nur ästhetisch in das Stadtbild ein, sondern ist auch unter Sicherheitsaspekten wohldurchdacht. Die Trägerpfosten wurden in einem graphitfarbenen Ton produziert, um die Sichtbarkeit für Fußgänger und Radfahrer aus weiter Entfernung zu gewährleisten. Die Verankerung sitzt 30 Zentimeter tief im Boden und hält damit auch starken Stürmen und Unwettern stand. Zwischen den beiden Pfosten sind lichtdurchlässige Stelen aus Sicherheitsglas befestigt, auf denen der Stadtplan, der aktuelle Aufenthaltsort sowie Wegweiser zu touristischen Attraktionen in der näheren Umgebung zu sehen sind. Der praktische Vorteil gegenüber vollständig transparenten Scheiben: Die Schilder sind beidseitig beschriftbar und weisen immer den richtigen Weg, unabhängig von welcher Seite man das Hinweisschild betrachtet.

Zum Erfolg des Projekts, in dessen Rahmen insgesamt 18 neue Hinweisschilder montiert wurden, trug die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten bei. Der Designer entwickelte ein Modell, dass einerseits auffällig, andererseits aber dezent genug ist, um nicht als Fremdkörper wahrgenommen zu werden. Die Götsch GmbH als Experte für Stadtmöblierung und Stadtraumgestaltung optimierte den Entwurf hinsichtlich der praktischen Anforderungen an ein modernes Informations- und Leitsystem. Die edle Anmutung des Designer-Entwurfs wurde erhalten und die Sichtbarkeit und Sicherheit durch die eigens von Götsch entwickelte Bauart erhöht.

Entdeckungstour statt „Schilderwald“

Der Einweihung des Systems im Januar 2013 ging ein mehrjähriger Diskussions- und Planungsprozess in der Michelstädter Bevölkerung und den städtischen Gremien voraus. Ziel war die Belebung der Innenstadt, ohne das gewachsene Stadtbild unangemessen zu überfrachten. Bürgermeister Stephan Kelbert: „Wir wollten unbedingt einen ‚Schilderwald‘, wie er in vielen anderen Städten mit historischen Zentrum zu sehen ist, vermeiden.“ Das ist mit der jetzt realisierten Lösung gelungen. Auch bei der Auswahl der Sehenswürdigkeiten hat man sich auf die wichtigsten Orte beschränkt und vor allem die Wege zu den Parkplätzen und zum Bahnhof ausgeschildert. „Die Altstadt zu entdecken überlassen wir gerne jedem selbst“, so Kelbert.

Für Tatjana Koch, Marketingleiterin der Götsch GmbH, ist das „Projekt Michelstadt“ ein gutes Beispiel für die individuelle Entwicklung eines Informations- und Leitsystems, das den hohen Ansprüchen der Stadtväter genügt. Koch: „Modernes Stadtmarketing muss sich immer an den besonderen Gegebenheiten vor Ort und den Wünschen der Bevölkerung ausrichten. Lösungen ‚von der Stange‘ sind da fehl am Platz. Unser Stadtmöblierungs-Programm ProForm ist modular aufgebaut, so dass wir es flexibel an die Anforderungen in Michelstadt anpassen konnten.“

Weitere Bilder des Systems finden Sie hier.